ITAP

Fortbildungsangebote zu Themen der Psychotherapie und psychologischen Beratung.


Für alle interessierten Psychotherapeuten, Psychotherapeutinnen, Berater und Beraterinnen aller Schulen.
Geplante Themen:
• „Gerechtigkeit in der Psychotherapie“. Mit Esther Fischer-Homberger, Barbara Classen und Hansruedi Hunter.
• „Ethik und ethisches Verhalten“. Mit Barbara Classen
• „Scham und Beschämung“. Mit Barbara Classen


ETHIK UND ETHISCHES VERHALTEN
Eintägiges Seminar: Am Samstag, dem 10. November 2012 von 09.30 bis 17.30 Uhr.
In Zürich, an der Haldenstrasse 144, Nähe Goldbrunnenplatz
Barbara Classen, dipl. Psych., Psychotherapeutin, TSTA-P EATA


GERECHTIGKEIT IN DER PSYCHOTHERAPIE
Zweieinhalb tägiges Seminar: Von Freitag dem 23., 17.00 Uhr bis Sonntag dem 25. November 2012, 17.00 Uhr
In Zürich, an der Haldenstrasse 144, Nähe Goldbrunnenplatz
Esther Fischer-Homberger, Dr. med., Psychotherapeutin und Medizinhistrorikerin
Barbara Classen, dipl. Psych., Psychotherapeutin, TSTA-P EATA
Hansruedi Hunter, lic.phil.I, Psychotherapeut, TTA EATA

Flyer (pdf) zum Download

Als Individuen sind wir eingebettet in die Gemeinschaft, die Gemeinde, die Familie und andere soziale Einheiten und stehen mit diesen in ständigem Austausch. Jede Psychotherapie hat daher ebenso mit dem Einzelnen wie mit seiner Einbettung in die Gesellschaft zu tun.


In diesem Seminar wollen wir uns speziell mit dem Thema der Gerechtigkeit auseinandersetzen. Bei diesem Thema ist die individuelle Psyche in besonders unlösbarer Weise mit den Normen und Werten der Gemeinschaft verbunden, welche sie umgibt. Wo individuelles und kollektives Gerechtigkeitsempfinden übereinstimmen, ergeben sich keine psychotherapeutischen Probleme. Wo sie differieren, erleben wir Ungerechtigkeit.

Wir gehen davon aus, dass die Erfahrung von Ungerechtigkeit immer eine verletzende, traumatisierende ist. Entsprechend bringt sie Gefühle von Unzulänglichkeit, Scham, Wertlosigkeit mit sich, sie veranlasst uns zu Abspaltungen (Discounts, Verleugnungen, Dissoziationen) und beeinträchtigt uns in unserem Wohlbefinden und in unserem Funktionieren.

Auf der Seite der Reaktionen treffen wir je nachdem auf Rückzug, Aggression nach aussen oder/und nach innen, auf Bitterkeit, produktive Empörung, Trauer, Stolz, Hass, Rache &c.

Wie gehen wir als PsychotherapeutInnen mit der (in der Realität und in der Phantasie) erlebten Ungerechtigkeit um? Wie schaffen wir den Raum für ihre Verarbeitung und – bestenfalls – die Überwindung der Störung durch sie?

Wir möchten Sie einladen, an diesen zweieinhalb Tagen Ihre Erfahrungen mit dem Thema einzubringen, auszutauschen und gemeinsam mit uns nach Möglichkeiten und Wegen zu suchen, die Psychologie der Gerechtigkeit konstruktiv für den psychotherapeutischen Prozess zu nutzen.